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Brauchtum

Die Schäppelmacherei:

Der Schönwälder Schäppel wird wird vom Heimatvereinsmitglied Alexandra Gohlke selbst gefertigt. Hierbei werden mehr als tausend Perlen und Pailletten in Gruppen auf einen feinen Silberdraht gezogen verzwirbelt und zu einzelnen Perlensträngen verarbeitet. Diese werden dann auf einem Holzring angebracht und dieser dann wiederrum mit einem bestickten Band verkleidet. Den Schäppel durften die Mädchen nur von der Kommunion bis zur Hochzeit tragen - danach trugen sie dann die Haube. Daher vermutlich auch der Ausdruck "unter die Haube kommen".


 

Das Korbflechten:

An den Höfen gab und gibt es immer auch einen kleinen Weiher an dem Weiden wachsen. Diese wurden zu einem bestimmten Mondstand geschnitten in Wasser eingelegt, damit sie biegsam wurden und dann zu Körben verflochten. Dies ist eine Tätigkeit, die sehr viel Kraft in denn Finger voraussetzt. Schwielen an den Händen sind garantiert. Auf dem Foto unten sehen Sie einen Korbmacher bei der Arbeit.

Das Strohflechten:

Die Schönwälder Frauentracht wird durch den gelben Strohzylinder dominiert. Außerdem tragen unsere Frauen stets ihre Korbtasche bei sich. Diese Utensilien werden aus Stroh von Hand hergestellt. Man verflechtet hierzu das feuchte Stroh zu einzelnen Strängen. Dann wird mit Hilfe der "G`flechtstrieche" - einer Handwalze - /Bild unten) geplättet und diese Strohbänder dann zum Endprodukt vernäht. Man fertigte so früher auch wunderbar warme Hausschuhe, die man heute noch in Schönwald kaufen kann.